Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Leseclub

Herzlich willkommen beim Leseclub der Buchhandlung Pelzner!

Der Leseclub mal anders

Uns gibt es bereits seit mehr als 12 Jahren. Mittlerweile liest bereits die 3. Generation Kinder und Jugendlicher die Leseexemplare aus der Jugendabteilung unserer Buchhandlung und rezensiert diese. Gefragt sind kritische Geister, die nicht nur konsumieren, sondern auch hinterfragen, was sie gelesen haben. Auch Verrisse werden hier angenommen - allerdings sollten diese, genau wie Lob und Begeisterungshymnen, gut begründet sein!

Natürlich gibt es hier auf dieser Seite nur die Buchbesprechungen von echten Leseratten, dieser Leseclub ist wirklich für Süchtige und Bücherfresser gedacht und die Teilnahme daran ist eine Ehre! Der wahre Leser genießt seine Lektüre für sich selbst, was bedeutet, dass sich die Leseclubkinder gar nicht so oft treffen, denn sie kommen meistens, holen sich ein Buch, geben ein anderes zurück und schicken die Rezension per e-mail. Aber manchmal machen wir auch etwas miteinander! So haben wir schon Schaufenster gestaltet, Tische mit Buchempfehlungen dekoriert, zwei Vorlesewettbewerbe (für Erwachsene!), einen Literaturslam organisiert und waren auf der Leipziger Buchmesse!

Übrigens: Wir suchen stets neue Mitglieder! Meldet euch, wenn ihr Leseratten seid!


Jodi Picoult/ Samantha van Lee

Mein Herz zwischen den Zeilen

Was passiert eigentlich mit den Märchenfiguren, wenn man als Leser das Buch zuschlägt? Ganz einfach: Sie führen ihr Eigenleben. Dann wird aus dem fiesen Schurken ein lieblicher Bäcker und Künstler, die Prinzessin wird nervig und anhänglich und die fiesen Kapitäne zu Zahnärzten. Sobald der Leser das Buch wieder aufschlägt, schlüpfen sie in ihre Rollen und spielen. Doch Oliver, der Märchenprinz seiner Geschichte, hat keine Lust mehr auf seine Rolle und sucht nach der wahren Liebe und dem Sinn seines kleinen Lebens und hofft tagein tagaus, dass ihn jemand aus seinem Buch befreit. Dann trifft er auf Delilah und eine Liebesgeschichte zwischen Leser und Buchfigur beginnt, eine Liebegeschichte mit Tücken aus Papier und Worten.

Ein sehr süßes und leichtes Buch für Zwischendurch mit vielen Witzen, lustigen Konversationen und schrägen Märchenfiguren.

Erscheint im Juli

Note: 2+

Anja Nestler, 19 Jahre


Verlag: Carlsen

Preis: 12,90

Wer kennt alles Tschitti Tschitti Bäng Bäng - das Wunderauto, das fliegen, schwimmen und überall hinfahren kann? Ich jedenfalls kenne dieses Auto bereits aus meiner Kindheit, und deshalb habe ich mich auch voller Freude auf die Neuausgabe gestürzt! Und welch eine Überraschung: ich habe das lustigste Buch des Monats gefunden!!! Ich konnte gar nicht aufhören, darüber zu lachen, wie der arbeitslose Dad sozusagen als Beschäftigungstherapie einen schrottreifen VW-Bus bekommt, um nicht ständig sämtliche Kinderzimmer umzubauen und Küchengeräte zu erfinden, und dabei die Leidenschaft seines Lebens entdeckt. Gemeinsam mit seinem Sohn, der zuerst voller Mitleid, dann mit zunehmender Begeisterung beim Basteln, Sammeln und Zusammenbauen hilft, richtet er die Schrottkarre wieder her und schon bald befindet sich die Familie auf Weltreise. Doch welch eine Überraschung: Das Auto verfügt über einen eigenen Willen, und die Reise endet nicht immer dort, wo man eigentlich hinwollte (oder hat jemand schon mal davon gehört, dass ein Auto auf der Spitze des Eifelturms parkt?)

Dem genialen Autor Frank Cottrell Boyce (auch lesenswert: "Millionen" "Meisterwerk" uvm.) sind mal wieder unverwechselbare Charakterstudien gelungen: Großartig, wie er die dreizehnjährige, stets schwarz gekleidete Lucy beschreibt, deren markerschütternder Schrei noch sieben Straßen weiter die Fensterscheiben erzittern ließ, als sie entdeckte, dass ihr Vater ihr liebevoll tiefschwarz gestrichenes Zimmer mit Gänseblümchentapete verzierte. Ich jedenfalls wurde wegen lautem Lachen aus dem ehelichen Schlafzimmer verwiesen und musste im Wohnzimmer weiterlesen...

Note 1+

Doris Müller-Höreth (48 Jahre)


Die beste und jüngste Codeknackerin Ruby Redfort ist eigendlich ein ganz normales Mädchen aus Twinford.

Doch als die Geheimzentrale Spektrum von Rubys Talent erfährt wird sie von ihnen aufgenommen und soll die Arbeit ihrer verstorbenen Vorgängerin überprüfen. Dabei findet sie allerdings andere Dinge raus als die Chefin gedacht hat und muss mit ihrem Freund Clancy alleine weiter ermitteln...

 

Ich finde das Buch toll es ist spannend und ausführlich geschrieben, außerdem wird manchmal die Perspektive gewechselt. Das finde ich sehr gut gelungen.

Erscheint im August

Note: 1***

Emilia Göbl


Die 15-jährige Allie wird gegen ihren Willen auf das Internat Cimmeria Academy geschickt.

Zuerst denkt sie es handelt sich um ein ganz normales Internat mit strengen Regeln, doch als ihr irgendwann alle Schüler außer ihre neue Freundin Jo aus dem Weg gehen weil sie nicht zum Schuladel gehört, das heißt das ihre Eltern und Großeltern nicht auch schon auf dieser Schule waren, fühlt Allie sich immer ausgeschlossener. Von Zeit zu Zeit passieren immer komischere Dinge und als dann schließlich beim Schulball der Strom ausfällt, die Schule brennt und eine Schülerin ermordet wird, will Allie der Sache auf den Grund gehen, doch sie bringt sich in immer größere Gefahren...

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen, denn es war an vielen Stellen spannend und ich freue mich schon auf den 2.Band.

Ich würde das Buch auf alle Fälle für Jungs und Mädchen weiter empfehlen

 

Note:1+

Emilia, 11 Jahre


Geronimo Stilton gelangt auf einer goldenen Treppe mit Hilfe eines goldenen Schlüssel vom Dachboden hinab ,in  7 verschiedene Fantasiewelten. Dort  muss er die Feenkönigin retten und wieder aus dem Schlaf erwecken. Leider " nervt" ihn sein ganzes Abenteuer lang der "Frosch" Reporter.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen, weil man aufgrund der unterschiedlichen Fantasiewelten  sofort von einer Geschichte  in die andere lesen kann. Die Geschichten sind manchmal spannend und manchmal lustig erzählt. Geronimo Stilton macht auch deshalb Spaß zu lesen, weil das Buch wie immer so bunt mit verschiedenen Schriften und Bildern illustriert ist. Der " Knüller" diesmal sind die Duftseiten! …..Achtung beim " Duft- rubbeln" an den Füßen des Kobolds….,-)….!! 

Erscheint im November

Note: 1

Mara Büttner, 8 Jahre


Johannes Groschupf

Lost places

In dem Buch Lost places geht es um Jugendliche, die gerne in verlassene Gebäude in Berlin gehen. Irgendwann finden sie in einer alten Halle eine Leiche und sie finden später heraus, wer dahinter steckt. Das Buch ist ziemlich spannend.

Ich habe es nicht zu Ende gelesen, denn mir kommt es so vor, als wäre ich etwas zu jung (12) für das Buch. Ich würde es erst ab 14 Jahren empfehlen.

Erscheint im November.

Note: 3

Julian Mrusek, 12 Jahre


Verlag: Oetinger

Preis: 13,95

Ich fand das Buch ganz ok. Es geht um einen Jungen, der in die Kanalisation runtersteigt, um sein Krokodil Orkino wiederzufinden, das im Klo runtergespült wurde.

Dort trifft er die "Kanalbande", eine Bande von Kindern und findet Orkino wieder. Doch der braucht eine Wärmelampe, damit er nicht stirbt. Hoch ans Tageslicht möchte er nicht mehr und er kann auch nicht mehr.

Ich fand das Buch zwar gut geschrieben, nur die Handlung hat mir nicht so gut gefallen.

3(+)

Sarah Schicketanz, 11 Jahre


Verlag: Beltz

Preis: 13,95

Jennifer R. Hubbard

Atme nicht

Jeder kennt das Gefühl der Einsamkeit. Ob man nur alleine zu Hause ist oder sich wirklich von allen Leuten verlassen fühlt ist jedoch ein großer Unterschied. Für Ryan ist das Gefühl kein neues. Zu oft schiebt sich diese dicke Glasscheibe zwischen ihn und die Welt. Zeit in der er nichts fühl, nichts hört und nur still vor sich hin lebt. Irgendwann scheint diese Stille und Abgeschottetheit zu erdrücken. Nach seinem erfolglosen Versuch sich das Leben zu nehmen verbringt er ein halbes Jahr im Patterson-Hospital. Er lernt dem Leben und sich selbst wieder zu vertrauen und findet Freunde.

Doch als er versucht zu Hause wieder am normalen Leben teilzunehmen, behandeln ihn alle nur wie den Freak der versucht hat sich umzubringen.

Seine Mitschüler meiden ihn und seine Eltern behandeln ihn als wäre er zerbrechlich und jeden Moment bereit wieder zu versuchen sich selbst zu töten.

Um die zeitweise wiederkehrende Glasscheibe zurückzudrängen besucht Ryan immer öfter einen nahen Wasserfall. Wenn dieser mit Wucht auf ihn herunterstürzt kann er die Einsamkeit eine zeitlang vergessen und sein Kopf wird frei. Dort lernt er Nicki kennen. Nicki, die ihn nicht meidet, und Nicki, die versucht ihn zu verstehen...

Das ist nicht die klassische Liebesgeschichte nach der es jetzt klingt.

Dieses Buch versucht einzig und allein dem Leser zu zeigen, das keine Situation ausweglos ist und es immer einen Grund zum Leben gibt.

Die Botschaft ist teilweise hinter scheinbar recht sinnlosen Aktionen des Buches versteckt, deren Sinn sich für mich erst beim späteren Nachdenken über das Buch gezeigt hat. Trotzdem ein durchaus gelungenes Buch, das vor allem sehr viel Gefühl vermittelt.

2+

Antonia Rösler, 15 Jahre


Verlag: Carlsen

Preis: 17,90

Jason ist ein Halbgott. Das mag vielleicht komisch klingen, aber es ist wahr. Er geht zusammen mit seinen besten Freunden Piper und Leo ins Camp Half-Blood, wo griechische Halbgötter wie sie trainiert werden. Doch Jason hat alle seine Erinnerungen verloren und weiß nicht mehr wo er herkommt, geschweige denn wer er ist. Piper, eine Tochter der Aphrodite, und Leo, ein Sohn des Hephaistos, versuchen vergeblich Jason an ihre lange Freundschaft zu erinnern. Schließlich werden die Drei auf einen Auftrag geschickt. Sie sollen Hera, Zeus' verschwundene Ehefrau, finden, während Annabeth sich auf die Suche nach ihrem Freund Percy Jackson macht. Leo, Piper und Jason müssen sich zusammen vielen Abenteuern stellen...

Ich finde, dass das Buch gut geschrieben ist und sich schnell lesen lässt. Etwas verwirrend ist, dass nun zu den griechischen Namen auch noch die römischen dazukommen. Ansonsten ist die Geschichte - genauso wie bei Percy Jackson- echt gut und spannend. Ich persönlich finde jedoch, dass man die "Helden des Olymp" bis jetzt nicht mit der "Percy Jackson"- Reihe vergleichen kann.

Note: 2

Sabine Albrecht, 15 Jahre