Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Leseclub

Herzlich willkommen beim Leseclub der Buchhandlung Pelzner!

Der Leseclub mal anders

Uns gibt es bereits seit mehr als 12 Jahren. Mittlerweile liest bereits die 3. Generation Kinder und Jugendlicher die Leseexemplare aus der Jugendabteilung unserer Buchhandlung und rezensiert diese. Gefragt sind kritische Geister, die nicht nur konsumieren, sondern auch hinterfragen, was sie gelesen haben. Auch Verrisse werden hier angenommen - allerdings sollten diese, genau wie Lob und Begeisterungshymnen, gut begründet sein!

Natürlich gibt es hier auf dieser Seite nur die Buchbesprechungen von echten Leseratten, dieser Leseclub ist wirklich für Süchtige und Bücherfresser gedacht und die Teilnahme daran ist eine Ehre! Der wahre Leser genießt seine Lektüre für sich selbst, was bedeutet, dass sich die Leseclubkinder gar nicht so oft treffen, denn sie kommen meistens, holen sich ein Buch, geben ein anderes zurück und schicken die Rezension per e-mail. Aber manchmal machen wir auch etwas miteinander! So haben wir schon Schaufenster gestaltet, Tische mit Buchempfehlungen dekoriert, zwei Vorlesewettbewerbe (für Erwachsene!), einen Literaturslam organisiert und waren auf der Leipziger Buchmesse!

Übrigens: Wir suchen stets neue Mitglieder! Meldet euch, wenn ihr Leseratten seid!


Verlag: C.H. BEck

Preis: 17,95 €

Jochen Schmidt

Schneckenmühle

Bewertung von „Schneckenmühle“

 

Der Verlag versucht mit diesem Buch  die Jugend anzusprechen. Aber trotzdem denke ich,  dass eine andere große Zielgruppe dieses Buches in den Leuten besteht die zur Zeit des Geschehens selbst junge Erwachsene waren.  Die Komik dieses Buches ist nicht zu leugnen da der Autor zusätzlich die Figuren in Dialekt sprechen lässt. Der Autor macht seine Späße auf eine gehobene Art und Weise was meiner Meinung nach nicht jeder Jugendliche sofort verstehen kann. Zusätzlich ist der Humor häufig (nicht immer)  bissig wie man auf Seite 37 im 2. Absatz deutlich erkennen kann.

Die Wahl des Protagonisten  fällt in der Geschichte auf den 14-jährigen Jens der einen sehr besonderen  Charakter besitzt. Er lacht zum Beispiel nicht wie seine Altersgenossen über schmutzige Witze oder  macht sich sehr viel Gedanken über seine Außenwirkung. Zudem neigt er dazu alles zu hinterfragen(wie z.B: “Warum gibt es soviel Not auf der Welt“) zieht aber auch gerne Vergleiche oder Rückschlüsse  die teilweise poetische Ansätze haben. Auch seine Definitionen von  Dingen die er hört sind sehr „Eigen“, wie man auf Seite 34 (2. Absatz) lesen kann. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Das Beste meiner Meinung nach ist die Schilderung  des Geschehens. Das was der Protagonist in der Gegenwart erlebt in diesem Fall auf dem Bahnhof                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         verknüpft er mit Dingen aus der Vergangenheit,  hier mit einem geerbten Computer aus „dem Westen“ , die nicht immer aber doch immer auf irgendeine Weise mit den Dingen in der Gegenwart zutun haben. Er springt so zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und er ABER man verliert nicht den Überblick in welcher Zeit man sich gerade befindet.  

Ich muss sagen das mir dieses Buch schon nach 5 Seiten außergewöhnlich gut gefallen hab weil ich mit der Denkweise der Hauptperson identifizieren konnte. Der Autor bringt sensationell die Denkweise eines  14-jährigen Jungen zu Papier der die Welt mit anderen Augen sieht. Für jeden Jugendlichen mit  literarisch etwas höheren Ansprüchen ist dieses Buch durchaus zu empfehlen.

 

Nils Benkert  (16)


Verlag: Fischer

Preis: 16,99 €

Nicholas und Amy Dunne sind das perfekte Ehepaar. Er ist hübsch, zuvorkommend und freundlich, sie ist makellos, schlau und berühmt durch ihre Eltern, die ihr eine Kinderbuchserie gewidmet haben. Doch in dieser Kinderbuchserie macht „Amazing Amy“ alles richtig was die richtige Amy falsch macht. So führt die Figur z.B. eine perfekte Ehe, während die Ehe von Nick und Amy immer mehr in die Brüche gerät. Und dann verschwindet Nicks Ehefrau an ihrem 5. Hochzeitstag spurlos. Sie ist das perfekte Opfer, eine hübsche junge Dame, die jeder kennt und die überall beliebt war. Er ist der perfekte Täter, nicht sehr einfühlsam gegenüber der Öffentlichkeit und in den Medien wortkarg, er liefert der Polizei unstimmige Geschichten und alle Beweise deuten auf ihn hin. Als dann auch noch bekannt wird, dass der Hauptverdächtige eine Affäre hatte, scheint der Mord aufgeklärt. Doch langsam aber sicher wird Nick klar, dass die ganze Geschichte zu perfekt läuft. Diese Vermisstensuche wurde von Anfang an peinlich genau geplant, und zwar von jemandem, der ihm sehr nahe stand. Doch dann fängt Nick an, diesen Unbekannten zu verstehen und eröffnet den Kampf um die Wahrheit in der perfekten Ehe…

Der Roman ist zwar anfänglich etwas langweilig, jedoch nach den ersten 20 Seiten ist es unmöglich, diesem psychologischem Spiel zu entrinnen: Was macht eine perfekte Ehe aus? Wie kann man eine kaputte Ehe retten? Wie gut kennt man seinen Ehepartner wirklich? Und was zum Teufel macht man, wenn man mit einer Psychopatin verheiratet ist, die gerne anderen Menschen für ihre Fehler büßen lässt?!

Das Buch ist meiner Meinung nach psychologisch so genial glaubwürdig geschrieben, dass es Realität werden könnte… „Read it and stay single!“ (The Financial Times)

Note: 1

Lukas Kirschner, 16 Jahre


Verlag: Sauerländeer

Preis: 12,99

Jeanne Willis

Jeanne Willis

Robbi  ist ein Pinguin. Er will unbedingt den Zoo retten, weil dieser schließt. Er hat immer wieder neue Ideen, aber Mandy spricht ihm ständig dazwischen. Eines Tages steht eine Kamera am Pinguingehege.

Er hat eine Idee. Wir machen ein Pinguin-Video! Wird es den Pinguinen gelingen den Zoo zu retten?

 

 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es sehr spannend war ob sie den Zoo retten können oder nicht.

 

Note 1, Leonie Wening, 9


Verlag: Lübbe

Preis:

Beinahe jeder kennt die Geschichte des Dr. van Helsing, der nach Transsylvanien reist, um der dort herrschenden Vampirplage Herr zu werden. Ebendiese Menschen wissen auch, wie die Geschichte ausgeht: Graf Dracula, der König und Schöpfer aller Vampire wird vernichtet. Im 21sten Jahrhundert ist es nichts mehr weiter als eine gute Geschichte, denkt man. Auch Jamie Carpenter hält das alles für einen schlechten Scherz, als er eines Tages nach Hause kommt, seine Mutter entführt wurde und er beinahe von einem fremden Mann getötet wird. Gerettet wird er von niemand geringerem als Victor Frankenstein, wie sich dessen Monster nun nennt. Jamies Vater, der vor einigen Jahren getötet wurde, und somit auch Jamie, stammen von einem der fünf Gründer des Department 19 der britischen Regierung ab. Dieses Department, zuständig für die Bekämpfung des Übernatürlichen, dessen Begründer niemand geringeres als Dr. van Helsing selbst und seine vier engsten Freunde, die ihn auch nach Transsylvanien begleitet hatten, unterliegt höchster Geheimhaltung. Zwar ist Jamie erst 16, doch von dem verzweifelten Wunsch, seine Mutter zu retten, angetrieben, nimmt er alle Schwierigkeiten auf sich um seine Mutter aus den Fängen des, wie er nun weiß, mächtigsten Vampires dieser Zeit zu retten.

Auch wenn man Bram Stokers "Graf Dracula" nicht kennt, die grobe Handlung ist ja, wie schon gesagt, eigentlich jedem vertraut. Jamie ist ein angenehmer Protagonist, aber auch die drei Vampirbrüder, quasi direkte Nachkommen Draculas, die als seine Gegenspieler auftreten wären alleine schon lesenswert. Der Hauptaugenmerk ist in dieser Geschichte hauptsächlich auf die Beziehung von Frankenstein und Jamie gelegt, allerdings gibt es auch zahlreiche Rückblenden in die Zeit des Dr. van Helsing, was dazu führt, dass sich die ganze Geschichte erst nach und nach für den Leser zusammen setzt.
Am Anfang ein klein wenig verwirrend und dadurch etwas langatmig, aber spätestens nach 50 Seiten hat man sich eingelesen und verschwindet in diesem Buch.

1-

Antonia Rösler, 16


Verlag: Freies Geistesleben

Preis: 17,90

Lauren San John

One Dollar Horse

Casey Blue lebt zusammen mit ihrem Vater, einem Ex-Sträfling, in einem der schäbigsten Wohnblocks Londons. Sie jobbt in einem Cafe, um zusammen mit dem Arbeitslosengeld ihres Vaters genug zum Leben zu haben, ihre Freizeit jedoch verbringt sie als Stallhilfe auf einem kleinen heruntergekommenem Reiterhof. Casey liebt die Pferde und hofft, sich eines Tages ihren großen Traum erfüllen zu können: Bei den Badminton Horse Trials, dem größten Vielseitigkeitstournier der Welt, an den Start zu gehen. Doch sie hat weder ein Pferd, noch die passende Ausbildung oder die finanziellen Möglichkeiten. Als sie mit ihrem Vater in der Stadt spazieren geht, werden die beiden beinahe von einem total versörten und aggressiven Pferd umgerannt, welches auf der Flucht vor drei Männern ist. Nach langer Diskussion mit den Männern, die Betreiber einer Abdeckerei sind, rettet Casey das Pferd, ihr Vater kauft es den Männern für einen Dollar ab, den er auf der Straße gefunden hat. Doch das Pferd ist total verängstigt und lässt keinen Menschen an sich heran, bis auf Casey und Mirs. Smith, ihre beste Freundin, die die ganze Nacht an seiner Seite wachen....

Casey ist eine Hauptperson, mit der man sich einfach verbunden fühlt. Man versteht ihre Ängste und Sorgen, zumindest zu einem gewissen Teil, und begleitet sie, bei dem Versuch ihren größten Traum wahr werden zu lassen. Viel Spaß wird man an dem Buch allerdings nur haben, wenn man ein Problem mit ein paar Fachbegriffen hat und die Liebe versteht, die Casey zu den Pferden verspürt.

Note 1

Antonia Rössler, 16 Jahre


Verlag: Beltz

Preis: 16,95

Carl Hiassen

Echte Biester

Wahoo Cray wächst als Sohn eines Tiertrainers zwischen Alligatoren und Schlangen auf. als das Filmteam der Realityshow "Expidition Überleben" auftaucht und der Star der Show, Derek Badger, mit echten Tieren kämpfen will, obwohl er in Wirklichkeit kaum in der Lage ist, eine fliege zu fangen, bricht das Chaos aus. Er bringt alle zur Weißglut und verschwindet dann spurlos in den Everglades. Zusammen mit dem Mädchen Tuna, die vor ihrem Vater geflüchtet ist und seitdem bei den Crays lebt, macht sich Wahoo auf die Suche nach dem Helden. Zusätzlich taucht plötzlich auch noch Tunas Vater mti einer Waffe auf...

Eine witzige Geschichte, die sehr mitreisend ist. Man wird beim leen sehr oft zum Lachen gebracht und kann sich gut in die Geschichte und die Personen hineinversetzen. Allerdings fand ich das Ende nicht so gut.

Note: 1- bis 2+

Lara Kirschner, 12 Jahre


Verlag: Dressler

Preis: 12,00

Alexander Smoltczyk

Päpste pupsen nicht

Die beiden Freundinnen Eloise und Smilla trauen ihren Augen nicht: Ein Starenschwarm bildet ein Herz am Himmel Roms? Sie machen sich auf die Suche nach des Rätsels Lösung und die führt sie anscheinend direkt zum Vatikan. Und weshalb kommt ihnen ständig Benito, die Nervensäge, in die Quere? Ist Mono, Smillas Meerschweinchen gar nicht tot? Was hat der Zoo-Tierarzt damit zu tun?

Fragen über Fragen. Vor allem: was ist das große Geheimnis im Vatikan?

Ich fand das Buch ganz okay.

Note: 2- bis 3+

Sarah Schicketant, 11 Jahre

 


Verlag: Loewe

Preis: 12,95

Sabine Zett

Hugos geniale Welt

In dem Buch geht es um einen Jungen, der gerne ein Superheld sein will, aber Leider nur ein ganz normaler Durchschnittsjunge ist. In der "Folteranstalt" Schule will er auch nocht Viola, ein Mädchen aus der achten Klasse, beeindrucken. Dazu geht er sogar in ihre Ballettgruppe, was natürlich gründlich schiefgeht. Dort tappt er von einem Fettnäpfchen ins andere. Doch am Schluss schafft er es schließlich, Viola mit einem Sprung vom 3-Meter-Brett für sich zu interessieren.

Ich fand das Buch sehr lustig und unterhaltsam.

Note: 2+

Sarah Schicketanz; 11 Jahre


Verlag: Ars Edition

Preis: 9,99 €

Paula und Lou - 2 grundverschiedene Mädchen - verstehen sich auf Anhieb nicht so gut. Und dann müssen sie auch noch eine WG gemeinsam mit ihren Elternteilen bilden: Lous Mutter und Paulas Vater. Kaum wohnen sie zusammen, fängt der Ärger erst richtig an. In der Schule gibt es Streit und Lous Mutter möchte unbedingt das verfallene Hotel ihres Onkels nebenan aufmöbeln - spukt es dort vielleicht? Die beiden Mädchen machen sich mit Meinungsverschiedenheiten und einer Wette auf Geistersuche!

Ich finde das Buch klasse und sehr spannend.

Note: 1

Sarah Schicketanz, 11