Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Verlag: Beltz

Preis: 13,95

Jennifer R. Hubbard

Atme nicht

Jeder kennt das Gefühl der Einsamkeit. Ob man nur alleine zu Hause ist oder sich wirklich von allen Leuten verlassen fühlt ist jedoch ein großer Unterschied. Für Ryan ist das Gefühl kein neues. Zu oft schiebt sich diese dicke Glasscheibe zwischen ihn und die Welt. Zeit in der er nichts fühl, nichts hört und nur still vor sich hin lebt. Irgendwann scheint diese Stille und Abgeschottetheit zu erdrücken. Nach seinem erfolglosen Versuch sich das Leben zu nehmen verbringt er ein halbes Jahr im Patterson-Hospital. Er lernt dem Leben und sich selbst wieder zu vertrauen und findet Freunde.

Doch als er versucht zu Hause wieder am normalen Leben teilzunehmen, behandeln ihn alle nur wie den Freak der versucht hat sich umzubringen.

Seine Mitschüler meiden ihn und seine Eltern behandeln ihn als wäre er zerbrechlich und jeden Moment bereit wieder zu versuchen sich selbst zu töten.

Um die zeitweise wiederkehrende Glasscheibe zurückzudrängen besucht Ryan immer öfter einen nahen Wasserfall. Wenn dieser mit Wucht auf ihn herunterstürzt kann er die Einsamkeit eine zeitlang vergessen und sein Kopf wird frei. Dort lernt er Nicki kennen. Nicki, die ihn nicht meidet, und Nicki, die versucht ihn zu verstehen...

Das ist nicht die klassische Liebesgeschichte nach der es jetzt klingt.

Dieses Buch versucht einzig und allein dem Leser zu zeigen, das keine Situation ausweglos ist und es immer einen Grund zum Leben gibt.

Die Botschaft ist teilweise hinter scheinbar recht sinnlosen Aktionen des Buches versteckt, deren Sinn sich für mich erst beim späteren Nachdenken über das Buch gezeigt hat. Trotzdem ein durchaus gelungenes Buch, das vor allem sehr viel Gefühl vermittelt.

2+

Antonia Rösler, 15 Jahre