Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Verlag: cbt

Preis: 17,99

Rachel Cohn

Beta

In der Welt der Zukunft gibt es eine von der Welt abgeschiedene Insel, die keine Wünsche offen lässt. Zumindest für sehr reiche Personen. Die Luft ist mit extra viel Sauerstoff angereichert, das Meer, das die Insel umgibt, ist durch Zusatzstoffe gesundheitsfördernd und entspannend und keiner der Bewohner muss arbeiten. Alle Dienste werden von Klonen verrichtet. Doch diese kleine Welt, abseits der Realität, hat seinen Preis. Die „normalen“ Menschen behandeln die Klone wie Sklaven, so als wären sie nichts wert, und behaupten, die Klone hätten keine Seele und daher auch keine Gefühle. Sobald ein Klon die kleinste Gefühlsregung zeigt oder nicht den Wünschen der Menschen entspricht, wird er als „defekt“ gebrandmarkt und „ausgeschaltet“, also getötet. Elysia ist so ein Klon. Genauer gesagt eine Teen-Beta. Sie ist einem echten Teenager nachempfunden und noch in der Testphase, als sie gekauft wird. In ihrem neuen zu Hause verrichtet sie wunschgemäß alle ihre Pflichten. Doch bald merkt sie, dass sie Gefühle hat. Sie kann es nicht mehr ertragen, von den Menschen als Seelenlose betrachtet zu werden. Und obwohl sie es sehr geschickt anstellt, ihre Emotionen zu verbergen, werden ihre Gefühle jedoch irgendwann von den Menschen entdeckt und sie kann gerade noch dem Tod entfliehen…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es zeigt, was passiert, wenn man nach dem Perfekten strebt. Außerdem wird das Thema Klonen angesprochen und ethisch aufgegriffen. Im Grunde hat das Buch die Aussage, dass man kein Lebewesen, auch wenn es künstlich entstanden ist, respektlos behandeln sollte. Ich denke, man kann das auch generell auf die Menschen übertragen. Es ist einfach grausam, wie rücksichtslos Menschen sein können, wenn sie andere vorschnell als minderwertig abstempeln. In dem Buch ist das durch Elysia sehr gut nachvollziehbar und man ist einfach fassungslos, wie die Menschen dort auf die Klone reagieren.

Note: 2+

Nadine Frisch, 17