Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Daniel, 17 Jahre

Daniels Buchtipps

Mein Tipp im Februar 2015:

Christian Linker, "Dschihad Calling" dtv 14,95 €

Christian Linker erzählt in seinem Roman „Dschihad Calling“ die Geschichte eines Jugendlichen der sich in den Fäden von radikalen Islamisten verfängt und einen extremen Charakterwechsel durchwandelt.

Die Hauptperson Jakob ist 18 Jahre alt und hat seine Schullaufbahn mit dem Abitur beendet. Sein Studium zieht ihn in die Stadt Potsdam, wo ihn ein neues Leben und neue Freunde erwarten. Eines Tages bemerkt er auf dem Weg wie zwei rechtsradikale Hooligans eine verschleierte Frau bedrängen. Er greift in die Situation ein und verliebt sich in die blauen Augen der Frau, die ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen möchte. Es stellt sich heraus, das sie Mitglied des Salafisten - Vereins ist und sehr konservative Anschauungen ihrer Religion, dem Islam, vertritt. Vorerst sympathisiert Jakob nicht mit den religiösen Ansichten Samiras bis ihr Bruder Adil zu einer seiner besten Freunde wird. Adil unterstützt die Gotteskrieger des Islamischen Staats und Jakob schließt sich immer mehr den extremen Ansichten der Salafisten an. Seine alten Prinzipien lehnt er fortschreitend immer mehr ab und widmet sein Leben dem Salafismus. Er erreicht den Punkt, an dem er sich Entscheiden muss ob er sich mit Adil dem IS in Syrien anschließt.

Christian Linker gelingt es in die Gedankenwelt verunsicherter Jugendlicher einzudringen. Auf eine faszinierende und schockierende Art und Weise veranschaulicht er wie schnell und präzise eine Radikalisierung stattfinden kann. Dem Leser fällt es einfach sich mit dem Protagonisten zu identifizieren, weshalb der schreckliche Wandel einen so mitnimmt. Auch Leser die nicht über den Islam und dessen radikalen Abzweigungen informiert sind, können der Handlung folgen und sich Wissen aneignen. Die Handlung beschäftigt sich mit einem Top aktuellen Thema und nicht nur Jugendliche werden dieses Buch verschlingen. Insgesamt ist „Dschihad Calling“ ein höchst interessantes und lesenswertes Werk, das ich jedem ans Herz legen kann.

 

Note: 1

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M. Sullivan "Thron von Melengar"

Royce und Hadrian betreiben ein einträgliches Geschäft mit Aufträgen des korrupten Adels. Ihr Diebesbund trägt den Namen »Riyria« und sie leben ziemlich unbeschwert davon. Bis eines Tages ein Unbekannter die beiden anheuert, ein berühmtes Schwert zu stehlen. Was zunächst nach einem ganz gewöhnlichen Job aussieht, stellt sich jedoch als Falle heraus. Sie werden noch in derselben Nacht als Mörder des Königs verhaftet und in den Kerker geworfen. Als sie mit Hilfe der Prinzessin entkommen können, entdecken Royce und Hadrian eine Verschwörung, bei der es um noch viel mehr als nur um den Thron des recht kleinen Königreichs »Melengar« geht. Eine mysteriöse Reise durchs ganze Land beginnt.

„Der Thron von Melengar“ ist meiner Meinung nach kein empfehlenswertes Buch. Die Geschichte wird sehr geradlinig erzählt und kann nur selten Spannung aufbauen. Es wird immer wiederversucht neue Gestalten und Geschehen einzubinden jedoch nur ganz kurz, um das Interesse der Leser zu wecken. Diese neben Geschehen oder Gestalten wie Elfen zum Beispiel sind viel interessanter als die Haupthandlung, jedoch erfährt man nur wenig bis gar nichts über sie.

Mein Fazit ist, dass Fantasy Leser lieber bei Büchern wie „Eragon“ und „Das Lied von Eis und Feuer“ bleiben sollen, als „Der Thron von Melengar“zu lesen. Wenn man nichts anderes zur Hand hat, kann man sich ohne viele Erwartungen an das Buch wagen.

Note: 4-