Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Verlag: Königskinder

Preis: 18,99 €

Lucy Maud Montgomery

Das Schloss in den Wolken

Valancys Leben ist ätzend. Unterdrückt von der Etikette der Wohlhabenden, zu denen sie eigentlich gar nicht wirklich gehört, von ihrer Mutter, von ihren Onkeln und Tanten ist sie der Schandfleck im Familienstammbaum. 29, noch nicht verheiratet, nicht einmal verlobt, ohne jeden Verehrer, und noch nicht einmal hübsch. Auch Valancy hat sich mittlerweile, still und verschlossen wie sie ist, damit abgefunden als einsame alte Jungfer auf Kosten ihrer Familie zu leben und zu sterben, bis sie ein Arztbesuch von ihrem unterdrücktem Dasein erlöst. Sie habe ein schlimmes Herzleiden und nur noch ein Jahr zu leben, teilt ihr Dr. Trent mit und da ein Jahr gar nicht so lange ist, beschließt Valancy ihre ganze Angst vor ihrer Familie herunterzuschlucken und endlich das zu tun wonach ihr der Sinn steht. Sie sagt die Wahrheit und ihre ehrliche Meinung und macht sich dann auf, um ihr blaues Schloss auf Erden zu finden, das ihrem Zufluchtsort in ihrem Kopf am nächsten kommt.

 Das erste Drittel des Buches ist leider ziemlich langatmig und da es als eine Art Einleitung fungiert auch recht unspektakulär, der Rest entschädigt einen dafür aber mit witzigen Dialogen und der ein oder anderen unvorhergesehenen Wendung.

Note: 1-

Antonia Rösler, 17 Jahre

Valancy Stirling ist 29 Jahre und weder verheiratet, noch verlobt, noch hat sie irgendeine andere Aussicht als ihr Leben lang allein zu bleiben. Zudem wird sie von ihrer Verwandtschaft bei jeder Gelegenheit deshalb aufgezogen. Als sie aber erfährt, dass sie wegen einer schlimmen Herzkrankheit nur noch ein Jahr zu leben hat, fasst sie einen harten Entschluss. Sie will nur für dieses Jahr noch einmal richtig leben. Sie verlässt ihre Familie und zieht bei dem bekanntesten Säufer der Stadt als Hausmädchen ein. Sie findet nicht nur mehr Selbstbewusstsein, sondern auch ihre große Liebe…

Das Buch erschien erstmals 1926 und vor diesem Hintergrund erscheinen Valancys Schritte noch viel mutiger als sie es eh schon sind. Auch wenn am Anfang die vielen Hintergrundinformationen diesen etwas zäh wirken lassen, so macht der Rest des Buches, der wunderbar glaubhaft und emotional geschrieben ist, das Ganze auf alle Fälle wieder wett.

Note: 1-

Anna Walter