Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Verlag: Oetinger

Preis: 14,95€

Anna Seidl

Es wird keine Helden geben

Ein ganz normaler Schultag für die 15 jährige Miriam. Sie sitzt im Unterricht und endlich klingelt es zur Pause. Doch da fällt der erste Schuss. Miriam weiß nicht, wie es um sie geschieht und flüchtet auf die Jungentoilette mit ihrer besten Freundin Joanne. Sie sperren sich in eine der Kabinen ein und hören einen weiteren Schuss. Nach einiger Zeit verlassen sie ihr Versteck und finden einen toten Mitschüler in seiner eigenen Blutlache auf. Die beiden Freundinnen stehen unter Schock. Miriam geht langsam auf die Türe zum Gang zu. Ein weiterer Schuss fällt. Das Mädchen findet Tobi, ihren Freund, halb tot im Gang liegen. Auf der anderen Seite der Amokläufer. Sie sieht sein Gesicht und erstarrt. Mathias Staudt. Der Junge, den alle Leute der 9. Jahrgangsstufe nicht ausstehen konnten und gemobbt haben. Mathias richtet die Waffe auf Miriam und schießt. Sie erleidet nur einen Streifschuss und der Amokläufer wird durch die Polizei getötet. Von diesem Tag an sollte sich Miriams Leben völlig ändern. Das vor dem Ereignis so beliebte und lebensfreudige Mädchen verliert ihren Freund, der an den Verletzungen gestorben ist. Als dann auch noch ihre Mutter auftaucht, die vor 5 Jahren abgehauen ist, weil ihr das Familienleben zu viel wurde, auftaucht, ist Miriam gleich noch aufgewühlter. Zurück in der Schule benimmt sich Joanne dann ganz komisch. Sie isst fast nichts mehr und redet mit keinem. Sie wirkt wie ein lebloser Körper. Als dann auch noch Tanja wegzieht und Sophia zu rauchen beginnt, hat Miriam nur noch Vanessa. Ihre Eltern schicken sie zur Psychologin, mit der sie erst überhaupt nicht auskommt. Miriam denkt immer und immer wieder über den Sinn des Lebens nach und ob all das, was passierte nur Zufall ist oder Schicksal. Sie trauert ihrem Freund hinterher, lässt niemanden an sich ran, verbringt Stunden auf dem Friedhof und erleidet schlimme Albträume. Sie denkt viel nach. Darüber, wie schön es wäre, wieder Kind zu sein. Sie macht sich Vorwürfe, weil auch sie gemein zu Mathias war.

Wird Miriam wieder glücklich? Wie verändert sich das Verhältnis zu ihrer Mutter? All diese Fragen werden im Buch beantwortet.

Das Buch ist mit einer derart brillanten inneren Handlung geschrieben, dass Miriams innere Konflikte und Gedanken einen selbst mitreißen und man sich völlig in sie hineinversetzen kann. Auch die Fragen bzgl dem Sinn des Lebens oder dem Glauben bringen einen lange zum Nachdenken.  Nach diesem Buch sieht man manche Dinge anders als vorher. Geht an Situationen anders heran oder denkt anders über diese.

Note: 1*

Elisabeth Bühner

Ein Amoklauf. Ein Schreckensszenario, das niemand jemals erleben will. Für Miriam wird es wahr. Und obwohl sie es überlebt, muss sie tatenlos mit ansehen, wie ihr Freund erschossen wird. Doch damit ist noch nicht alles vorbei, denn sie darf nicht aufgeben in einem unvorstellbar grausamen Alltag, der nun vor ihr liegt. Kann sie überhaupt nochmal glücklich werden?

Ein Buch über Schuldfragen, Verzweiflung und das Weiterleben. Es ist keine leichte Abendlektüre, aber dadurch umso ergreifender und realistischer. Da es von einer jungen Autorin geschrieben ist, sind auch die Gefühle der Protagonistin sehr realitätsnah.

Note: 1

Anna Walter