Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Verlag: C.H. BEck

Preis: 17,95 €

Jochen Schmidt

Schneckenmühle

Bewertung von „Schneckenmühle“

 

Der Verlag versucht mit diesem Buch  die Jugend anzusprechen. Aber trotzdem denke ich,  dass eine andere große Zielgruppe dieses Buches in den Leuten besteht die zur Zeit des Geschehens selbst junge Erwachsene waren.  Die Komik dieses Buches ist nicht zu leugnen da der Autor zusätzlich die Figuren in Dialekt sprechen lässt. Der Autor macht seine Späße auf eine gehobene Art und Weise was meiner Meinung nach nicht jeder Jugendliche sofort verstehen kann. Zusätzlich ist der Humor häufig (nicht immer)  bissig wie man auf Seite 37 im 2. Absatz deutlich erkennen kann.

Die Wahl des Protagonisten  fällt in der Geschichte auf den 14-jährigen Jens der einen sehr besonderen  Charakter besitzt. Er lacht zum Beispiel nicht wie seine Altersgenossen über schmutzige Witze oder  macht sich sehr viel Gedanken über seine Außenwirkung. Zudem neigt er dazu alles zu hinterfragen(wie z.B: “Warum gibt es soviel Not auf der Welt“) zieht aber auch gerne Vergleiche oder Rückschlüsse  die teilweise poetische Ansätze haben. Auch seine Definitionen von  Dingen die er hört sind sehr „Eigen“, wie man auf Seite 34 (2. Absatz) lesen kann. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Das Beste meiner Meinung nach ist die Schilderung  des Geschehens. Das was der Protagonist in der Gegenwart erlebt in diesem Fall auf dem Bahnhof                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         verknüpft er mit Dingen aus der Vergangenheit,  hier mit einem geerbten Computer aus „dem Westen“ , die nicht immer aber doch immer auf irgendeine Weise mit den Dingen in der Gegenwart zutun haben. Er springt so zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und er ABER man verliert nicht den Überblick in welcher Zeit man sich gerade befindet.  

Ich muss sagen das mir dieses Buch schon nach 5 Seiten außergewöhnlich gut gefallen hab weil ich mit der Denkweise der Hauptperson identifizieren konnte. Der Autor bringt sensationell die Denkweise eines  14-jährigen Jungen zu Papier der die Welt mit anderen Augen sieht. Für jeden Jugendlichen mit  literarisch etwas höheren Ansprüchen ist dieses Buch durchaus zu empfehlen.

 

Nils Benkert  (16)