Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Verlag: Heyne

Preis: 14,99€

Adam Sternbergh

Spademan

Das Buch handelt von Spademan, einem ehemaligen Müllmann, der in (durch eine Atombombe zerstörten) New York als Killer arbeitet. Er versucht sich aus jeglichem moralischen Konflikt heraus zu halten, weswegen er seine Auftragsgeber nie persönlich kennt und ihnen auf die Rückfrage „Wie können sie so etwas mit ihrem Gewissen nur verantworten?“ immer die Antwort gibt, er sieht sich selbst als Klinge, die tötet. Mörder ist aber eigentlich derjenige, der die Klinge führt. Doch dann erhält er einen Auftrag, der seine ganze Welt durcheinander bringt. Spademan soll die Tochter eines bekannten Fernsehstars und Millionärs töten. Doch als er sie gefunden hat, wird klar, dass sie schwanger ist. Nun wäre Spademans Reaktion eigentlich, einfach den Auftrag nicht zu erledigen, weil er keine Kinder tötet. Doch das Mädchen hat ihn emotional mit eingebunden, sucht Schutz und Unterkunft bei ihm und offenbart ihm ihre ganze Geschichte und warum sie eigentlich getötet werden soll. Und Spademan findet sich gefangen in einem Geflecht aus Intrigen, Familienverschwörungen, Tod und Hass wieder, dem er nicht entkommen kann…


Das Buch hat mir sehr gut gefallen, nur das Ende könnte meiner Meinung nach etwas spektakulärer ausfallen; Ich war nach so einer fesselnden Handlung dann doch etwas enttäuscht über den relativ klaren und meiner Meinung nach kurzen Ausgang der Geschichte. Sonst ist es aber ein tolles Buch, das viel versteckt kritisiert und auch zum Nachdenken anregt. Plötzlich scheint dann die dargestellte Welt gar nicht mehr so unrealistisch und ich habe mir wirkliche Sorgen gemacht, dass wir auch einmal in so eine Situation kommen könnten.

Note: 2 

Lukas Kirschner