Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Verlag: Carlsen

Preis: 16,90

Sally Gardner

Zerbrochener Mond

Inhalt: "Zerbrochener Mond" handelt von einer alternativen Vergangenheit, in welcher die Nationalsozialisten den Krieg gewonnen haben. Das Ganze wird jedoch nie direkt thematisiert, sondern nur angedeutet, was unter anderem daran liegt, dass die Geschichte aus der Sicht des 15-jährigen Standish Treadwell erzählt wird, welcher die Schreieb- und Lesefähigkeit eines Kindergartenkindes besitzt. Standish lebt in Zone 7, welche die ärmste Zone darstellt. Der Schulunterricht ist für ihn eine Tortur und besteht meist aus Proaganda. Erst als Hector im Nachbarhaus einzieht, ändert sich Standish' Leben zum Besseren. Sie träumen gemeinsam von einer besseren Welt, einem fernen Planeten und spielen zusammen Fußball. Doch als Hector verschwindet, ist Standish wieder alleine. Ob Hectors Verschwinden etwas mit der bevorstehenden Mondlandung der Deutschen zu tun hat?

Kritik: Mir hat "Zerbrochener Mond" sehr gut gefallen, was nicht zuletzt an der erfrischenden Thematik liegt. Das ganze aus der Sichtweise eines Schuljungen zu erzählen, der selbst gar nichts von den Geschehenissen des zweiten Weltkriegs weiß, ist ein klasse Idee. Das einzige Problem sind die teilweise recht verwirrenden Zeitsprünge. Ansonsten auf jeden Fall eine Empfehlung.

Note: 1-

Adrian Kreutzer, 18 Jahre

Was wäre wenn? Das ist die große Frage des Buches "Zerbrochener Mond" von Sally Gardner. In dem Buch geht es um die Geschichte des Jungen Standish Treadwell, der in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg lebt. Alle Kriege wurden vom "Mutterland" (Deutschland) gewonnen, so wird es ihm in der Schule erzählt, wo strenge Erziehung durch Schläge und Propaganda von Staat an der Tagesordnung stehen. Als Hector mit seiner Familie ins Nachbarhaus einzieht, ändert sich für Standish plötzlich die Welt. Mit seinem neuen Freund Hector denkt er sich eine Traumwelt aus, um dieser Wirklichkeit zu entfliehen - bis sie getrennt werden. Dadurch, dass die Geschichte von Stadish als Ich-Erzähler geschrieben ist, wirkt sie sehr echt und authentisch, und man bekommt einen tiefen Einblick in seine Welt, das finde ich sehr gut. Zum Beispiel benutzt er zur Beschreibung von Wachmännern das Wort Blattlaus. Obwohl die Geschichte kindlich von Standish erzählt wird, ist es von der Thematik eher für Ältere geeignet.

Note: 2+

Matthias Wild, 15 Jahre

erscheint im August 2014