Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Wir stellen uns vor

Frau und Herr Höreth vor den Regalen in ihrer BuchhandlungDie Buchhandlung Pelzner in Eibach gibt es seit 1981 und seit Januar 2000 unter unserer Leitung.

Unsere Buchhandlung soll für alle unsere Kunden ein Ort sein, an dem sie sich wohlfühlen, ein Treffpunkt für Freunde guter Bücher und eine Quelle der kulturellen Inspirationen.

Wir kommen auch zu Ihnen! Unser Service für Firmen, Vereine, Freundeskreise und sonstige Buchliebhaber:

Buchvorstellungen, Stöberabende, Krimiabende inner- und außerhalb der Buchhandlung

Elternabende in KiTas und Schulen

Büchertische auf Ihrer Veranstaltung

Geburtstagskisten für Kinder und Erwachsene

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Doris + Thomas Höreth und alle Mitarbeiterinnen


Unsere Lieblingsbücher besprechen wir auf dieser Plattform jeden Monat neu.

Wir haben auch in unserer Buchhandlung ein Regal mit den Lieblingstiteln unserer Mitarbeiter – dort finden sich verborgene Schätze und aktuelle Geheimtipps!


Mein Tipp im Juni 2017:

"Der Mörder und das Mädchen" von Sofie Sarenbrant

Rütten & Loening, 16,99€

 

Endlich ist es soweit. Cornelia kann morgen aus dem ihr so verhassten Zuhause ausziehen, nur noch eine Nacht müssen sie und ihre kleine Tochter bei dem gewalttätigen, sadistischen Mann aushalten. Als Hans nachts nach Hause kommt, liegt sie bereits im Bett und stellt sich schlafend, als sie Schritte nach oben kommen hört. Doch dieses Mal wird sie verschont und kann es kaum fassen. Als sie am nächsten Morgen zusammen mit der kleinen Astrid nach unten kommt, liegt Hans erstochen im Gästezimmer. Und Astrid erzählt von einem fremden Mann, der nachts an ihrem Bett stand und sie streichelte. Nachdem die Kommissarin Emma und ihr Team die Ermittlungen aufgenommen haben, gerät Cornelia allerdings schnell selbst unter Verdacht, da sie ihren Mann nie angezeigt hat, keiner je die Verletzungen sah und dazu ihr Mann erst vor Kurzem eine hohe Lebensversicherung zu ihren Gunsten abschloss. Als sie verhaftet wird, und Astrid zu ihrer besten Freundin muss, scheint alles, was sie in den letzten Jahren erdulden musste, umsonst gewesen zu sein.

Sofie Sarenbrants erstes Buch hat es auf Anhieb zum "Krimi des Jahres" in Schweden gebracht, und meiner Meinung nach zu recht. Auch wenn es am Anfang nicht der spannenste Krimi ist, so wird er - erzählt aus wechselnden Perspektiven und unterteilt in ganz kurze Kapitel - immer besser und nimmt bis zur letzten Seite verblüffende Wendungen. Ein guter Urlaubskrimi, nicht zu blutig und überraschend anders als die typischen "Who-done-it"- Krimis!

 

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Mein Buchtipp im Juni 2017:

Castle Freeman „Auf die sanfte Tour“
€ 19,00 € (Nagel und Kimche)

Ein Buch so cool und voller genialer Dialoge wie ein Film der Coen-Brüder!
Wer also in diesem Sommer wirklich großes, unterhaltsames Kino im Buch erleben/erlesen will – der nehme bitte diesen schmalen Roman zur Hand. Es ist kaum zu glauben, dass Castle Freeman erst jetzt hier in Deutschland entdeckt wird. Sein Roman „Männer mit Erfahrung“ war schon 2016 ein voller Erfolg und nun wurde „Auf die sanfte Tour“ – das Freeman bereits 2009 in den USA veröffentlichte – auch endlich ins Deutsche übersetzt.


Der Plot: ein souveräner, aber eher bedächtiger Sheriff, dessen Credo “Als Sheriff erzwingt man nichts. Man lässt es geschehen“ ist, muss im tiefsten Hinterland von Vermont den Einbruch in die Villa eines millionenschweren, dubiosen Russen aufklären und gerät zwischen die Fronten der Russenmafia und seiner eigenen, sehr pflichtbewussten Deputies.
Dieser Stoff, der wie ein Krimi daherkommt, aber nebenbei ganz sanft allerlei Lebensfragen behandelt – wie Ehe mit Missverständnissen, Freundschaft mit Hindernissen, Ehrgeiz im Job – ist pures Lesevergnügen und absolut intelligente Unterhaltung.
Freeman – ein Meister des Komprimierens – schreibt lakonisch und knapp wie Hemingway, ist jedoch wesentlich bescheidener als dieser und hoffentlich bekommen wir noch weitere solch fabelhafte Romane von ihm zu lesen!

 

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Mein Tipp im Mai 2017:

Julie von Kessel, Altenstein.

Kindler Verlag, 19,95

Die Geschichte von einer alten Adelsfamilie, die an ihren Erbe fast zerbricht.

Gräfin Agnes von Kolberg gelingt es,  nachdem beide Güter in Ostpreußen verloren und ihr Mann gefallen ist, alle zehn Kinder in den Westen zu bringen. Im Nachkriegsdeutschland, unter ärmlichen Verhältnissen, baut sich die Familie ein bürgerliches Leben in Bonn auf. Die jüngeren Kinder kreisen um die selbstherrliche, sehr dominante Mutter, die niemals ihren Adelstitel aufgibt und dies auch von ihren Kindern verlangt.

Zwischen den Geschwistern herrscht eine tiefe Verbundenheit, bis der Konni, der jüngste, nach der Wende die Chance wittert, das Gut Altenstein in die Familie zurückzuholen. Dies wirft gesellschaftliche, ethische und pragmatische Fragen auf. Konni, der sich von seiner Mutter täglich die Frage gefallen lassen musste „Und was hast du heute für deine Unsterblichkeit getan?“, verfügt weder über die finanziellen Mittel noch über das Rückrat, den Rückkauf des Gutes in die Hand zu nehmen und leiht sich Geld von seiner älteren Schwester. Dies führt zum erbitterten Streit und Zerwürfnis der ehemals verschworenen Gemeinschaft der Geschwister.

Das Buch liest sich leicht und ist oftmals wirklich witzig geschrieben. Ein netter Schmöker für ein verregnetes Wochenende, der einen kleinen Ausschnitt aus der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte zeigt.

 

 

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Mein Tipp im März:

Jonas Lüscher, Kraft                                                                                    

C.H. Beck Verlag. 19,95€

Furios, komisch und böse erzählt uns Jonas Lüscher in seinem Roman die Geschichte von Richard Kraft. Dieser, unglücklich verheiratet und finanziell am Abgrund, hofft durch die Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage seiner Misere zu entkommen. Im Silicon Valley soll über Leibnitz Theodizeefrage debattiert werden, dem Sieger winken 1 Million Dollar als Entlohnung. Genug für Kraft, um sich von seiner anspruchsvollen Ehefrau frei zu kaufen.

Jonas Lüscher erzählt in seinem klugen Roman von einem Mann, der vor den Trümmern seines Lebens steht und von einer zu jedem Tabubruch bereiten Machtelite, die scheinbar nichts und niemand aufhalten kann.

 

 

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Mein Tipp im August:

"Weil wir Flügel haben" von Vanessa Diffenbaugh (Limes 19,99 €)

Nach ihrem erfolgreichen Debütroman "Die verborgene Sprache der Blumen" ist nun Vanessas Diffenbaughs neuer Roman "Weil wir Flügel haben" erschienen.

Auch in ihrem zweiten Roman schildert Diffenbaugh eine intensive Mutter-Tochter-Beziehung. Letty, mittlerweile Anfang dreißig und in San Francisco lebend, hat nie gelernt die Verantwortung für ihre beiden Kinder Alex und Luna zu übernehmen. Da sie bei der Geburt des ersten Kindes noch sehr jung war und ihre mexikanische Auswandererfamilie auf ihre finanzielle Unterstützung angewiesen war, hatte sie die Erziehung ihrer Kinder von Beginn an in die Hände ihrer patenten Mutter Maria Elena gelegt. Als diese von einem Tag auf den anderen das Land verlässt und ihrem Mann in die Heimat Mexiko folgt, wird Letty zum ersten Mal gezwungen ihre Mutterrolle anzunehmenIn ihrer anfänglichen Verzweiflung lässt sie ihre beiden minderjährigen Kinder alleine in der Wohnung zurück und reist den Eltern nach Mexiko nach, um sie umzustimmen.

Eindringlich schildert Diffenbaugh nun den Kampf Lettys, ihre eigenen Kinder zurück zu erobern und den Alltag mit ihnen zu meistern. Während sich die sechsjährige Luna pausenlos an die neu gewonnene Mutter klammert, flüchtet sich der pubertierende Alex in die Vogelfedersammlung seines Großvaters und  sucht bei der ersten großen Liebe Halt.

Immer wieder erleidet Letty Rückschläge, die sie zweifeln lassen, jemals eine gute Mutter zu werden und betäubt diese auch immer öfter mit Alkohol. Ob sie sich in ihrem Gefühlschaos verliert oder in ihre neue Rolle hinein wachsen kann, lesen sie selbst! Vanessa Diffenbaugh hat in ihrem zweiten Roman auf jeden Fall wieder großes Einfühlungsvermögen bewiesen und wunderbare Charaktere geschaffen, die lange im Herzen bleiben.

 

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Unsere ehemalige Auszubildende kennen Sie sicher noch: Linda Sproßmann.

Mittlerweile hat sie geheiratet und im Herbst 2015 ist ihr kleiner Sohn Noah zur Welt gekommen.


Auch das gibt es: Unsere Mitarbeitenden im Grünen