Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Wir stellen uns vor

Frau und Herr Höreth vor den Regalen in ihrer BuchhandlungDie Buchhandlung Pelzner in Eibach gibt es seit 1981 und seit Januar 2000 unter unserer Leitung.

Unsere Buchhandlung soll für alle unsere Kunden ein Ort sein, an dem sie sich wohlfühlen, ein Treffpunkt für Freunde guter Bücher und eine Quelle der kulturellen Inspirationen.

Wir kommen auch zu Ihnen! Unser Service für Firmen, Vereine, Freundeskreise und sonstige Buchliebhaber:

Buchvorstellungen, Stöberabende, Krimiabende inner- und außerhalb der Buchhandlung

Elternabende in KiTas und Schulen

Büchertische auf Ihrer Veranstaltung

Geburtstagskisten für Kinder und Erwachsene

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Doris + Thomas Höreth und alle Mitarbeiterinnen


Unsere Lieblingsbücher besprechen wir auf dieser Plattform jeden Monat neu.

Wir haben auch in unserer Buchhandlung ein Regal mit den Lieblingstiteln unserer Mitarbeiter – dort finden sich verborgene Schätze und aktuelle Geheimtipps!


Mein Tipp im Februar 2018:

Elena Ferrante, Die Geschichte des verlorenen Kindes. Suhrkamp Verlag, 25 €

Geschafft! Endlich mal wieder eine Nacht durchgelesen! Das Ferrante Fieber hatte mich abermals gepackt und natürlich werde ich hier nicht verraten, wie die Geschichte ausgeht:

Der vierte und letzte Band der Ferrante Saga, die im Neapel der Nachkriegszeit begann, startet in den 80er Jahren und endet in Italien Anfang des 21. Jahrhunderts. Hauptpersonen sind die beiden Freundinnen Elena Greco (genannt Lenu) und Raffaela Cerullo (Lila). Ich habe mich geärgert über die Beiden, den Kopf geschüttelt, gebangt, gelitten, Abstand genommen, mich tief in sie hineinversetzen können ... Ich habe in Lenus Beziehung zu ihrer Freundin Lila immer wieder die starke Spiegelung der beiden starken, schwachen Frauen gesehen, die so vielen Gegebenheiten und Grausamkeiten ausgeliefert waren, die sie bei aller Vernunft, Stärke und Klugheit nicht beeinflussen konnten. Beide Frauen glaubten einmal an die Kraft der Bildung, der Wörter, der Bücher und beide kapitulierten immer wieder vor der Roheit ihrer Zeit und ihrer Gesellschaft, vor den Intrigen und Gemeinheiten der Männer und nicht zuletzt vor sich selbst. 

Gute Unterhaltung, alle vier Bände sind unbedingt lesenswert!

 

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Mein Buchtipp im Januar 2018:

Nina Lykke „Aufruhr in mittleren Jahren“ (Erscheint 19.2.2018)
€ 20,00 € (Nagel&Kimche)

Was für ein Buch! Es trifft den Leser wie ein Stromschlag und die Autorin, die uns vom Klappenfoto so wissend ansieht, scheint zu sagen: "Ich kenne dich!" und beschreibt schonungslos die Irrungen, Wirrungen und Fatalitäten einer langjährigen Ehe und die Zwickmühlen der familiären Verstrickungen.

Erzählt wird die Geschichte einer alltäglichen Ehe. Ingrid und Jan sind seit 25 Jahren verheiratet und führen in Oslo ein Leben in Wohlstand. Ingrid - gefangen in einer Endlosschleife aus Überengagement und totalem Rückzug - sieht zunehmend schwarz für die Zukunft. Die freudlose Ehe frustriert sie, das Engagement ist nur geheuchelt und von den halbwüchsigen Söhnen ist kein Trost, sondern nur Arbeit zu erwarten. Zudem schlittert ihr Ehemann Jan in eine Affäre mit seiner jungen Kollegin Hanne. Das dauert ein Jahr, dann zwingt Hanne den zaudernden Jan, seine Ehefrau endlich zu verlassen. Diese reagiert jedoch gelassen, zieht kurzerhand mit einer Matratze in ihr Auto und fühlt zum ersten Mal seit langem eine tiefe Zufriedenheit.
Nina Lykke erzählt so klar und gnadenlos über unsere alltäglichen Gefühlswirren, dass es gleichsam schmerzt und dennoch guttut zu sehen, wie sich diese zwischenmenschlichen Katastrophen in Normalitäten wandeln. Sie hält uns und unserer Gesellschaft ganz großartig den Spiegel vor und lässt in Abgründe blicken, schafft es jedoch, uns mit ihrem trockenen Humor den Kloß aus dem Hals wieder hinunterschlucken zu lassen. Da die Autorin erfreulicherweise nicht nur tief blicken kann, sondern zugleich witzig und intelligent ist, hat sie hier meiner Meinung nach auch einen wunderbaren Unterhaltungsroman vorgelegt.
Bravo! Eine sagenhaft gute Entdeckung aus Norwegen!

 

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Mein Tipp im Dezember 2017:

Ewald Frie,  „Die Geschichte der Welt“. C.H. Beck € 28,00

Australien wurde 10.000 Jahre früher besiedelt als Europa. Allerdings wird die Geschichte der Welt bis heute von Europa aus erzählt. In seinem neuen Buch wagt der Tübinger Historiker Ewald Frie nun eine globale Perspektive, denn die wichtigsten Orte lagen über Jahrtausende außerhalb Europas. Dabei hat der Autor keine gelehrte Abhandlung, sondern ein Lern- und Lesebuch für ein breites, wissbegieriges Publikum vorgelegt. Ab 14 Jahren

 

 

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Mein Tipp im Oktober

Hanns-Josef-Ortheil: "Der Typ ist da"

(Kiepenheuer & Witsch)

Der neue Roman von Hanns-Josef Ortheil "Der Typ ist da" entführt uns dieses Mal in das "venezianische" Köln. Als die Kölner Studentin Mia beim Abschied in Venedig ein unverbindliches "Kommt mich doch mal besuchen" in die Runde wirft, erwartet sie wohl kaum, dass jemand ihre Einladung ernst nimmt.

Um so überraschter ist sie, als eines Tages der zurückhaltende Matteo unangemeldet vor ihrer Mädels-WG in Köln steht. Von da an wird das wohl geordnete Leben der drei Bewohnerinnen kräftig durcheinander geschüttelt. Der stille, unaufdringliche Restaurator Matteo, der sich so ganz anders als gleichaltrige Männer verhält und dessen Leidenschaft dem Zeichnen gehört, fasziniert und berührt  die jungen Frauen jeweils auf ganz besondere Art. Matteo nähert sich Köln unterdessen auf "zeichnende" Weise an und sucht überall nach Verbindungen zwischen dem Kölner Norden und dem venezianischen Süden. Besonders der Kölner Dom hat es ihm angetan. Hier kann er seinen geliebten Heiligenfiguren nahe sein und auch seiner eigenen Identität nachspüren. So entwickelt sich ein spontaner Besuch zum Weichensteller und Impulsgeber für vier junge Leben. Hanns-Josef Ortheil ist damit ein moderner und dynamischer Roman gelungen, der nicht nur die Selbstfindung in den Mittelpunkt des Geschehens rückt, sondern Köln mal aus einer ganz neuen Perspektive beschreibt und Lust macht, selbst mal wieder durch den Kölner Dom zu streifen.

 

 

 

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Mein Tipp im August 2017:

"Die Moortochter" von Karen Dionne

Goldmann-Verlag, 12,99€

Als die 27jährige Helena im Radio hört, dass aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Michigan ein Mann ausgebrochen ist, wird ihr sofort klar, dass dies nur ihr Vater sein kann, den sie vor 15 Jahren dorthin gebracht hat. Es wird ihr auch sofort klar, dass er nur auf der Suche nach ihr sein kann - der Tochter, die er damals mit einem entführten 14jährigen Mädchen tief in den kalten, grausamen  Wäldern von Upper Peninsula  gezeugt hat. Zwölf lange Jahre überlebten sie in der  kalten, brutalen Wildnis, bis Mutter und Tochter durch Zufall fliehen konnten. Ihre Mutter fand nach dieser Zeit nur schwer in die Normalität zurück und starb unter misteriösen Verhältnissen vor zwei Jahren. Helena selbst hat sich inzwischen eine kleine Familie aufgebaut, ihr Mann und ihre Freunde ahnen nichts von ihrer Jugend. Doch nun weiß sie, dass ihr Vater dies alles zerstören wird, wenn sie ihn nicht zuerst findet. Die Jagd beginnt..

Ein großartiger, sehr spannender Krimi, dessen besonderen Reiz aber auch seine Authentizität ausmacht. Die Autorin Karen Dionne lebte vor 40 Jahren tatsächlich mit Mann und Kind in der Wildnis von Michigan und lernte viel, um dort zu überleben. Ihr erstes Buch ist in Amerika ein großer Erfolg und auch bereits bei uns vollkommen zu recht auf dem Weg zu einem Bestseller.

 

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Jetzt haben wir es endlich schwarz auf weiß: Eibach liest!

Klicken Sie hier für die Fotos vom Staatsempfang anlässlich der Preisverleihung.


Cheers! Auf ein gelungenes, aufregendes und ausgezeichnetes 2017!