Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Wir stellen uns vor

Frau und Herr Höreth vor den Regalen in ihrer BuchhandlungDie Buchhandlung Pelzner in Eibach gibt es seit 1981 und seit Januar 2000 unter unserer Leitung.

Unsere Buchhandlung soll für alle unsere Kunden ein Ort sein, an dem sie sich wohlfühlen, ein Treffpunkt für Freunde guter Bücher und eine Quelle der kulturellen Inspirationen.

Wir kommen auch zu Ihnen! Unser Service für Firmen, Vereine, Freundeskreise und sonstige Buchliebhaber:

Buchvorstellungen, Stöberabende, Krimiabende inner- und außerhalb der Buchhandlung

Elternabende in KiTas und Schulen

Büchertische auf Ihrer Veranstaltung

Geburtstagskisten für Kinder und Erwachsene

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Doris + Thomas Höreth und alle Mitarbeiterinnen


Unsere Lieblingsbücher besprechen wir auf dieser Plattform jeden Monat neu.

Wir haben auch in unserer Buchhandlung ein Regal mit den Lieblingstiteln unserer Mitarbeiter – dort finden sich verborgene Schätze und aktuelle Geheimtipps!


Mein Tipp im Oktober:

Dina Nayeri, Drei sind ein Dorf. Mare Verlag, 24 €

Die dreißigjährige Nilou hat es geschafft: Als Kind mit ihrer Mutter und ihrem Bruder aus dem Iran in die amerikanische Provinz geflohen, hat sie nun alle hochgesteckten Ziele erreicht. Verheiratet mit einem angesehenen Juristen, arbeitet sie als erfolgreiche  Wissenschaftlerin an der Universität von Amsterdam. Ihre Kindheit und ihre peinlichen Eltern hätte Nilou oft gerne hinter sich gelassen, wenn da nicht ihr Vater wäre, der bei jedem Treffen erneut zur Weisglut bringen würde.

Und hier ist er auch schon, der zweite Teil des Romans, erzählt aus der Perspektive von Bahman, Nilous Baba, einem wohlhabender Zahnarzt, zum 3. Mal verheiratet mit einer Frau, die ein paar Jahre jünger als Nilou ist, opiumsüchtiger Liebhaber Altpersischer Lyrik und gerne bereit, seine Kinder bis auf die Knochen zu blamieren.

Nach dem letzten Familientreffen nimmt Nilou, die zugeben musste, auf der Suche nach Zugehörigkeit und Heimat zu sein einen Rat ihres Vaters an und geht in Amsterdam auf eine Gruppe Iraner zu, die regelmäßig zusammen kochen, Geschichten erzählen und Probleme diskutieren. Diese Treffen und die Schicksale der Menschen, denen sie dort begegnet, verändern sie   und fordern sie immer dringlicher auf, sich mit ihrem eigenen Leben auseinanderzusetzen.

Ein sehr sinnlich und bildreich erzählter, gut lesbarer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle. Wenn Nilou in ihrer kleinen Altbauküche Essen zubereitet, riecht man förmlich die Wohlgerüche der persischen Gewürze und schmeckt die köstlichen Speisen.

Übrigens:

Dem Roman ist ein Zitat des Rechtspopulisten Geert Wilders vorausgestellt: Botschaft an die Flüchtlinge: „Niemals. Ihr werdet die Niederlande nicht zu eurer Heimat machen.“

Ein Grund für Dina Nayeri, die während der islamischen Revolution im Iran geboren wurde und als 10jährige in die USA emigrierte, diesen Roman zu schreiben, war der Suizit eines Iranischen Dozenten, der sich mit Benzin übergoss und selbst anzündete.

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Mein Tipp im September 2018:

Derek B. Miller, Sigrid Odegards  Reise nach Amerika, Rowohlt Polaris ,14,99€

Die Chefinspektorin Sigrid  Odegard  hat im Dienst  einen Mann erschossen  und kommt damit nicht zurecht.  Auch wenn es Notwehr war,  so schafft sie es nicht, damit abzuschließen und nimmt sich deshalb  einen unbefristeten Urlaub, in dem sie sich bei ihrem Vater am Land erholen möchte. Doch weit gefehlt, ihr Vater schickt sie gleich am nächsten Tag nach Amerika, wo sie ihren Bruder, der anscheinend verschwunden ist, suchen soll. Ihr Kontakt zu ihm ist nur sehr sporatisch und sie merkt sehr schnell, dass sie eigentlich nichts von ihm weiß. In Amerika angekommen,  stößt sie zuallererst  auf einen waschechten Sheriff, der ihren Bruder im Zusammenhang mit dem Tod an einer Frau sucht.

Und in Amerika finden es Sheriffs nicht so lustig, wenn sich norwegische Polizistinnen in die Ermittlungen einmischen…

Derek B. Miller ist ein sehr kurzweiliger, spannender und mitunter humorvoller  Krimi gelungen, der die Unterschiede der beiden Kulturen wunderbar herausstellt.

 

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Mein Buchtipp im September 2018:

Yewande Omotoso „Die Frau von nebenan“
€ 18,00 bei List (seit Mai 2018 auch als Taschenbuch bei Ullstein € 11,00)

Dieser Roman ist großartig und hat mich zutiefst berührt!
Erzählt wird die Geschichte einer späten Freundschaft zweier Frauen, die unterschiedlicher kaum sein können. Der Zufall lässt sie in einer mondänen Einfamilienhaussiedlung für reiche und privilegierte Südafrikaner im Kapstadt der 60er Jahre zu Nachbarinnen werden und von Beginn an pflegen die beiden Frauen eine tiefe Abneigung gegeneinander und duellieren sich mit intelligenten Wortgefechten und kuriosen Beschimpfungen. Denn jede der Beiden sieht ihr Leben und ihre Umgebung extrem anders und hat eine eigene Einstellung zu Apartheid und der Kolonialgeschichte des Landes.
Hortensia – schwarz, kinderlos, bekannte Designerin und scharfzüngige Rednerin, schafft es immer wieder, ihre Nachbarin Marion bloßzustellen. Marion – weiß, erfolgreiche Architektin, Mutter von vier Kindern, übernimmt gern in allerlei Komitees die führende Rolle und hält auch privat stets die Fäden in der Hand und fühlt sich Hortensia überlegen.
Mittlerweile jedoch vereint die Beiden der Zustand, weit über 80 zu sein und den jeweiligen Ehemann bereits begraben zu haben. Und plötzlich wird die seit 50 Jahren währende gegenseitige Schikaniererei durch ein unverhofftes Ereignis unterbrochen.

Yewande Omotoso erzählt mit Witz und Intelligenz aus diesen beiden unterschiedlichen Leben und lässt am Ende die Fäden sich verweben und uns als glücklichen Leser zurück. Unbedingt lesen!

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Mein Tipp im August 2018:

Bert Wagendorp, Ventoux. Btb € 10,00

Der Journalist Bart liebt Radrennen. Er ist fast fünfzig Jahre alt,  als seine Jugendfreunde Andre, Joost  und David unerwartet wieder in seinem Leben auftauchen. Und mit ihnen die Erinnerung an den Sommer 1982. Ein Sommer , in dem sie alle in die schöne Laura verliebt waren, ein Sommer der großen Gefühle – und eines tödlichen Unglücks auf dem Mont Ventoux. 30 Jahre später will Laura die vier Männer am Ventoux wiedertreffen. Sie will darüber sprechen, was damals wirklich geschah. Und die Freunde folgen ihrer Einladung.

Lesenswerte Sommerlektüre über Freundschaft, Liebe und die Macht des Schicksals.

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Die Wundersame Mission des Harry Crane

Unsere Praktikantin Iris Opaterny empfiehlt

Die wundersame Mission des Harry Crane von Jon Cohen, Suhrkamp Verlag, 15,95€ /erscheint im Oktober 2018

Nachdem die kleine Oriana ihren Vater plötzlich verliert, verliebt diese sich in die Vorstellung, dass er sich in ein Flügelwesen verwandelt hat. Ein Jahr später fällt buchstäblich Harry Crane in ihr Leben, der ein Jahr nachdem seine Frau gestorben war, bei einem Versuch sich zu erhängen, von einem Ast bricht. In den Endless Mountains, Pennsylvania, schaffen es Harry und Oriana in Art eines kleinen Märchens ihre Trauer zu überwinden und nicht nur sich selbst, sondern auch noch eine Handvoll andere Leute glücklich zu machen.

Ein traurig, schönes und gleichzeitig magisches Buch, welches mich am Anfang fast zu Tränen gerührt hat und mich dann mit ein eine reale, aber von Alltagsmagie berührte Welt mitgenommen hat. Was dieses Buch geschafft hat, war mir erneut  aufzuzeigen, dass unsere Welt nicht nur grau ist, sondern eben doch schön und ein bisschen magisch und das sogar nach einem Schicksalsschlag.  Nebenbei bekommt man noch etwas Wissen über den Wald und Bäume, was die Welt  noch etwas lebhafter macht.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen und hoffen, dass es auch in andern Herzen seinen Platz findet, wie es es bei mir getan hat.

Iris Opaterny


Mein Tipp im März 2018: 

Eric Carle / Dagmar von Cramm, Die kleine Raupe Nimmersatt. Unser Kochbuch

Gerstenberg Verlag, 12,95

 

 

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Jetzt haben wir es endlich schwarz auf weiß: Eibach liest!

Klicken Sie hier für die Fotos vom Staatsempfang anlässlich der Preisverleihung.


Cheers! Auf ein gelungenes, aufregendes und ausgezeichnetes 2017!