Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Wir stellen uns vor

Frau und Herr Höreth vor den Regalen in ihrer BuchhandlungDie Buchhandlung Pelzner in Eibach gibt es seit 1981 und seit Januar 2000 unter unserer Leitung.

Unsere Buchhandlung soll für alle unsere Kunden ein Ort sein, an dem sie sich wohlfühlen, ein Treffpunkt für Freunde guter Bücher und eine Quelle der kulturellen Inspirationen.

Wir kommen auch zu Ihnen! Unser Service für Firmen, Vereine, Freundeskreise und sonstige Buchliebhaber:

Buchvorstellungen, Stöberabende, Krimiabende inner- und außerhalb der Buchhandlung

Elternabende in KiTas und Schulen

Büchertische auf Ihrer Veranstaltung

Geburtstagskisten für Kinder und Erwachsene

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Doris + Thomas Höreth und alle Mitarbeiterinnen


Unsere Lieblingsbücher besprechen wir auf dieser Plattform jeden Monat neu.

Wir haben auch in unserer Buchhandlung ein Regal mit den Lieblingstiteln unserer Mitarbeiter – dort finden sich verborgene Schätze und aktuelle Geheimtipps!


Mein Tipp im November:

Karen Duve, "Fräulein Nettes kurzer Sommer".  Galiani Berlin, 25 €

Ein Sommer auf dem Bökerhof im Jahr 1820: Hier treffen sich auf Einladung August von Haxthausens die jungen Romantiker der Göttinger Poetengilde und diskutieren die neue Ordnung der Welt. Auch die 23jährige Annette von Droste Hülshoff  ist anwesend, und anstatt wie ihre Schwestern und jungen Tanten strickend in der Ecke zu sitzen, mischt sie sich ungefragt in die Debatten ein und verkündet vorlaut ihre Meinung - ein Unding. Wilhelm Grimm bekommt es tatsächlich mit der Angst zu tun, wenn er Nette nur sieht, und auch ihr 27jähriger Onkel August ist sehr ungehalten über ihr unweibisches Benehmen. Aber nicht allen missfällt die junge Dichterin. Heinrich Straube, der Star der Poetengilde, ist ein echter Fan Weiblicher Intelligenz und Dichtkunst und für einen Kuss sogar bereit, Nette mit dem Hämmerchen in die Mergelgruben zu folgen. Auch der Schönling und Misanthrop Arnswald ist (leider) nicht abgeneigt, sein Glück bei der selbstbewußten jungen Dichterin zu versuchen.

Für ein Freifräulein war damals allerdings sowohl die Liebe zu einem Bürgerlichen als auch das Schreiben verpönt - und so endet diese Geschichte verherend, nicht zuletzt aufgrund der Rache der Männer, denen zu kluge und selbstbewußte Frauen einfach suspekt waren.

Ich liebe den feministischen Ansatz, mit dem Karin Duve ein Jahr im Leben der jungen Droste beschreibt. Sicherlich ist einiges erfunden in dieser Romanbiographie, Wilhelm Grimm konnte laut Duve zu der Zeit gar nicht anwesend sein. Dennoch hat die Autorin jahrelang in Archiven akribisch gefortscht, um der Dichterin Annette von Droste Hülshoff gerecht zu werden. Das ist meiner Meinung nach mehr als gelungen. Ein Lesevergnügen!

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Mein Buchtipp im Oktober 2018:

Jane Gardam „Weit weg von Verona“

Endlich wieder ein Roman der zauberhaften Jane Gardam!

Hauptperson in dieser leichten und frischen Geschichte ist die hinreißende Jessica - mit ihren dreizehn Jahren ein widerspenstiges und radikal denkendes junges Mädchen, dessen Traum es ist, Schriftstellerin zu werden. Sie wächst in den vierziger Jahren in England auf, spricht am liebsten wie Shakespeare in Blankversen und fühlt sich unverstanden und zu Höherem berufen, als in der Dorfschule Regeln zu befolgen.

Jessica liebt den Lesesaal der Bücherei, in den sie jeden Nachmittag geht und verschlingt dort maßlos und begeistert Lesestoff. Sie will alle englischen Klassiker lesen und verzweifelt, weil sie nicht schneller vorankommt: „Wenn Sie ein englischer Klassiker werden möchten, empfiehlt es sich, im vorderen Teil des Alphabets zu stehen. Es gibt jede Menge A und B und D, das geht weiter bis ungefähr H. Dann kommt kaum noch was, bis man zu Leuten wie Richardson, Scott oder Thackeray kommt. Es ist ein bisschen deprimierend, man hat das Gefühl, man kommt gar nicht voran, wenn man nach einem Monat erst bei den Brontes ist und sieht, wie viel Dickens da auf einen zukommt.“

Ich habe das Buch mit viel Vergnügen gelesen und meiner Meinung nach steckt einiges autobiografisches von der mittlerweile 90-jährigen Jane Gardam in Jessica. Lassen Sie sich verzaubern von diesem fabelhaften Mädchen!

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Mein Tipp im September 2018:

Derek B. Miller, Sigrid Odegards  Reise nach Amerika, Rowohlt Polaris ,14,99€

Die Chefinspektorin Sigrid  Odegard  hat im Dienst  einen Mann erschossen  und kommt damit nicht zurecht.  Auch wenn es Notwehr war,  so schafft sie es nicht, damit abzuschließen und nimmt sich deshalb  einen unbefristeten Urlaub, in dem sie sich bei ihrem Vater am Land erholen möchte. Doch weit gefehlt, ihr Vater schickt sie gleich am nächsten Tag nach Amerika, wo sie ihren Bruder, der anscheinend verschwunden ist, suchen soll. Ihr Kontakt zu ihm ist nur sehr sporatisch und sie merkt sehr schnell, dass sie eigentlich nichts von ihm weiß. In Amerika angekommen,  stößt sie zuallererst  auf einen waschechten Sheriff, der ihren Bruder im Zusammenhang mit dem Tod an einer Frau sucht.

Und in Amerika finden es Sheriffs nicht so lustig, wenn sich norwegische Polizistinnen in die Ermittlungen einmischen…

Derek B. Miller ist ein sehr kurzweiliger, spannender und mitunter humorvoller  Krimi gelungen, der die Unterschiede der beiden Kulturen wunderbar herausstellt.

 

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Mein Tipp im August 2018:

Bert Wagendorp, Ventoux. Btb € 10,00

Der Journalist Bart liebt Radrennen. Er ist fast fünfzig Jahre alt,  als seine Jugendfreunde Andre, Joost  und David unerwartet wieder in seinem Leben auftauchen.

Und mit ihnen die Erinnerung an den Sommer 1982, ein Sommer, in dem sie alle in die schöne Laura verliebt waren, ein Sommer der großen Gefühle – und eines tödlichen Unglücks auf dem Mont Ventoux.

30 Jahre später will Laura die vier Männer am Ventoux wiedertreffen. Sie will darüber sprechen, was damals wirklich geschah. Und die Freunde folgen ihrer Einladung.

Lesenswerte Sommerlektüre über Freundschaft, Liebe und die Macht des Schicksals.

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Mein Tipp im März 2018: 

Eric Carle / Dagmar von Cramm, Die kleine Raupe Nimmersatt. Unser Kochbuch

Gerstenberg Verlag, 12,95

 

 

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Jetzt haben wir es endlich schwarz auf weiß: Eibach liest!

Klicken Sie hier für die Fotos vom Staatsempfang anlässlich der Preisverleihung.


Cheers! Auf ein gelungenes, aufregendes und ausgezeichnetes 2017!