Die Buchhandlung mit den velen guten Seiten und dem blauen Pelztier

Wir stellen uns vor

Frau und Herr Höreth vor den Regalen in ihrer BuchhandlungDie Buchhandlung Pelzner in Eibach gibt es seit 1981 und seit Januar 2000 unter unserer Leitung.

Unsere Buchhandlung soll für alle unsere Kunden ein Ort sein, an dem sie sich wohlfühlen, ein Treffpunkt für Freunde guter Bücher und eine Quelle der kulturellen Inspirationen.

Wir kommen auch zu Ihnen! Unser Service für Firmen, Vereine, Freundeskreise und sonstige Buchliebhaber:

Buchvorstellungen, Stöberabende, Krimiabende inner- und außerhalb der Buchhandlung

Elternabende in KiTas und Schulen

Büchertische auf Ihrer Veranstaltung

Geburtstagskisten für Kinder und Erwachsene

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Doris + Thomas Höreth und alle Mitarbeiterinnen


Unsere Lieblingsbücher besprechen wir auf dieser Plattform jeden Monat neu.

Wir haben auch in unserer Buchhandlung ein Regal mit den Lieblingstiteln unserer Mitarbeiter – dort finden sich verborgene Schätze und aktuelle Geheimtipps!


Mein Tipp im April 2018:

Hans Pleschinski, Wiesenstein. C. H. Beck Verlag, 24 €

Dresden, Februar 1945: Nach der legendären Bombennacht verlässt der bald 83jährige, schwerkranke Gerhart Hauptmann mit Frau Margarete das Krankenbett im Dresdner Sanatorium, um seine letzten Monate im Jugendstilschloss Wiesenstein im Riesengebirge zu verbringen. An seiner Seite befinden sich neben der Sekretärin auch sein persönlicher Masseur und Krankenpfleger, sogar einen Chauffeur hat man aufgetrieben im kriegszerstörten Deutschland. Im schlesischen Zuhause warten Gärtner, Köchin, Archivar und weitere Bedienstete auf die Ankommenden. Ein hochherrschaftliches Leben, trotz des Kriegstrubels,  trotz Flucht, Elend und Zerstörung außerhalb seiner Burg.

In dem von Pleschinski teils erzählten, teils dokumentierenden Roman, der gespickt ist mit Quellen und Zitaten aus Hauptmanns Werken, Tagebuchnotitzen Margaretes und Aussagen seiner illustren Freunde und Besucher, erfährt man von der untergegangenen Welt eines wahren Nationaldichters. Hauptmann, der in seinen späteren Jahren oft mühsam mit Worten ringt, ist um so wortgewaltiger in seinen Werken - ein Fürsprecher des kleinen und armen Mannes, einer, der sich in Verrückte hineindenkt und düstere Geistermärchen schreibt, ein Lebemensch voller Widersprüche. Nach Beendigung dieser kurzweiligen Lektüre hat man Lust, das Werk des Literaturnobelpreisträgers (1912) neu zu entdecken.

"Wiesenstein war ein Kulturzentrum ersten Ranges in ganz Deutschland. Alle Berühmtheiten waren da: Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt, die Schauspieler Heinrich George ......(..) Er war berühmter und viel reicher als Thomas Mann (...) Ein gigantisches Schriftstellerleben", schwärmt Pleschinski.

 

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Mein Tipp im März 2018

Bernhard Schlink, Olga (Diogenes-Verlag, 24.-€)

Die Kindheit von Olga war alles andere als schön. Als noch im deutschen Kaiserreich ihre Eltern sehr früh starben, kam sie zur Großmutter, die sie zwar duldete, aber zu keinem Gefühl in der Lage war. Sehr schnell lernte Olga auf sich alleine gestellt zu sein, war eine sehr ambitionierte Schülerin und lernte bereits zu Schulzeiten Herbert kennen, einen Jungen aus gutem Hause, der aber von seiner Art her ein Außenseiter war. Trotz aller Widrigkeiten liebten sich Olga und Herbert, und waren in der kurzen gemeinsamen Zeit glücklich wie noch nie. Olga ließ sich zur Lehrerin ausbilden und Herbert, von den großen Zielen der damaligen Zeit angesteckt, ging nicht nur nach Südwestafrika, um dort gegen die Hereros zu kämpfen. Er trug eine Abenteuerlust in sich, die nicht zu bändigen war, kehrte immer wieder für Monate zu Olga zurück, bevor er sich wieder auf den Weg machen musste. Diese wenigen gemeinsamen Wochen genossen beide, aber es wohl eher eine Frage der Zeit, wann er irgendeine Expedition nicht überleben würde. Olga wartete eine lange Zeit, schrieb viele Briefe an ein Brieflager im hohen Norden, voller Liebe und Sehnsucht. Aber Herbert blieb verschollen.

Eines Tages wurde sie taub und musste ihre geliebte Arbeit mit den Kindern aufgeben. Sie schlug sich als Näherin durch und gewann die Freundschaft des Sohnes eines Kunden, die sie bis zu ihrem Tode nicht mehr aufgab und der der Chronist ihres Lebens wurde.

Dieses Buch wurde ja bereits sehr oft  bewertet und viele Kritiker fanden es eher enttäuschend. Ich las bisher alle Bücher von Bernhard Schlink und bin einfach nur begeistert. Diese Frau Olga, zum einen so selbständig, intelligent, aber auch leidenschaftlich, nimmer müde, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen, hat mich so sehr beeindruckt. Ein Plädoyer für viele Frauen des vergangenen Jahrhunderts, die so viel mehr hätten bewegen können, wären die gesellschaftlichen Verhältnisse anders gewesen.

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Mein Tip im März 2018

Georg Thiel "Jud"

Manchaster 1958. Die Beziehung des Fotografen Titus Strings steht vor dem Scheitern. Da kommt der Auftrag die Brüsseler Weltausstellung zu porträtieren gerade recht. Als Titus dort nach einer turbulenten Par-force-Tour im österreichischen Pavillon zusammenbricht, setzen ihn der versnobte und geschwätzige Feuilletonist Rupert und die ebenso resolute Hostess Erika in einen Zug nach Wien. Er soll sich dort seiner Vergangenheit stellen.

Der Autor erzählt uns mit pointierter Ironie, wie sich der Protagonist seinem Trauma stellt und den Nazi-Schergen mit seiner Schuld konfrontiert.

Ein überaus spannendes und ehrliches Buch!

 

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Mein Buchtipp im März 2018

Deborah Levy "Heiße Milch" (20,00 € / KiWi)

Diese Geschichte einer fragwürdigen Symbiose hat mich absolut fasziniert!

Eine junge Frau begleitet ihre Mutter nach Spanien, wo diese in einer Spezialklinik behandelt werden soll, da die Beine ihr den Dienst versagen. Doch ist das Leiden der Mutter wirklich physischer Natur oder versucht sie, ihre Tochter an sich zu binden? Und lässt sich die Tochter nur auf diese Abhängigkeit ein, weil sie selbst vor ihrem Leben flieht und die Abnabelung aufgrund zu vieler ungeklärter Fragen nicht vollziehen kann?

Ein beeindruckendes Buch! Nicht nur, weil die Autorin es schafft, so intensiv in die Köpfe ihrer Protagonisten hineinzusehen, sondern weil sie es zudem meisterhaft beherrscht, diese bizarre Geschichte einer gegenseitigen Abhängigkeit in absolut klaren Worten zu schildern und dabei stets eine gute Dosis Witz und Skurrilität einstreut.

 

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Mein Tipp im März 2018: 

Eric Carle / Dagmar von Cramm, Die kleine Raupe Nimmersatt. Unser Kochbuch

Gerstenberg Verlag, 12,95

 

 

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Jetzt haben wir es endlich schwarz auf weiß: Eibach liest!

Klicken Sie hier für die Fotos vom Staatsempfang anlässlich der Preisverleihung.


Cheers! Auf ein gelungenes, aufregendes und ausgezeichnetes 2017!